Ein kleiner Spaziergang

20. März 2009

Gestern war das Wetter einfach zu schön, um nicht cachen zu gehen. Da ich leider weder Auto noch Fahrrad zur Verfügung hatte, ging ich kurz entschlossen zu Fuß zum nächsten Cache, welcher an einem Rechenwerk irgendwo hinter Handorf liegt. Dieser Cache war nicht gerade nah dran, sodass daraus ein Spaziergang von 13,2 Kilometern Länge wurde.

Aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel! Auch wenn mir danach die Füße weh taten, hat es sich auf jeden Fall gelohnt und als ich das Filmdöschen entdeckte, hatte ich das Gefühl, es mir hart erarbeitet zu haben.

Jetzt habe ich irgendwie Lust bekommen, mal die doppelte Strecke zu laufen.

Confluence-Hunting

9. März 2009

Ich bin jedoch vor kurzem mal auf diesen interessanten Artikel gestoßen, in dem es darum geht, dass jemand einen Konfluenzpunkt aufsucht. Konfluenzpunkte werden die Orte genannt, an denen sich ein ganzzahliger Längengrad und ein ganzzahliger Breitengrad schneiden. Das ganze hat mich schon sehr an Geocaching erinnert. Nur beim letzten Satz des Artikels musste ich lachen, wir Geocacher haben da dann doch irgendwie kultiviertere Rituale... :D

Ich schreibe natürlich nicht einfach nur so über das Thema, nein, ich habe es natürlich auch schon ausprobiert! Die sonntägliche Geocaching-Tour musste gestern einmal einer Confluence-Hunting-Tour weichen. Der nächste "richtige" Konfluenzpunkt ist allerdings über 40 Kilometer Luftlinie entfernt, daher habe ich mir die Regeln an meine Bedingungen angepasst, und zwar habe ich es mir erlaubt, Orte aufzusuchen, bei denen die Minuten ganzzahlig sind. Von diesen Orten habe ich gestern dann auf einer Fahrradtour 7 Stück angesteuert, von denen dann 6 auch erreichbar waren. Vor Ort habe ich dann in alle Richtungen Fotos gemacht, aus denen ich dann noch Panoramas erstellen werde (hat damit jemand Erfahrung?).

Die Tour hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Zwar findet man an dem jeweiligen Ort keine Dose und der Ort an sich ist meistens auch nicht so besonders interessant, aber man lernt auf dem Weg von einem zum anderen Punkt doch wieder etwas mehr von der unmittelbaren Umgebung kennen. Ich habe gestern einige neue Wege entdeckt und sogar ein verlassenes Gebäude, von dem ich vorher nichts wusste. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zum Geocaching besteht darin, dass die Koordinaten einfach zu merken sind und man kann das Confluenece-Hunting jederzeit und überall betreiben, auch wenn man nicht vorbereitet ist.

Eine sehr schöne und umfangreiche Seite zu dieser Freizeitbeschäftigung gibt es hier.

Icy Tower

8. März 2009

Wer sehr viel Zeit hat, so wie ich sie früher noch hatte, der sollte mal dieses Spiel mit extrem hohem Spaß- und Suchtfaktor ausprobieren.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich irgendwann doch davon trennen konnte. :)

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Q-POP

6. März 2009

qpop2Mal wieder ein witziges und uraltes Spiel, das mir noch von ganz früher bekannt ist. (Ich habe irgenwie das Gefühl, dass alle wirklich guten Spiele alt sind.) Ich habe mir dieses Spiel irgendwann mal gekauft, doch heute gibt es das Spiel kostenlos im Internet zum Download.

qpopart1Das Thema des rundenbasierten Spiels ist Evolution. Es geht darum, mit einer von sechs Arten auf einem fremden Planeten zu überleben. Dabei ist die Anpassung an die wechselnden Gegebenheiten die Hauptaufgabe. Das Klima ist ständig im Wandel, andere Arten vermehren sich und besetzen ihre ökologische Nische, verschiedene Katastrophen qpopart4beeinflussen die Entwicklung des Planeten und sorgen für einen abwechlungsreichen Spielverlauf. Wenn eine Art es nicht schafft, sich den Bedingungend anzupassen, so wird sie nach und nach ausselektiert, also ganz nach dem Darwinschen Prinzip.

Durch die im Comicstil gezeichneten Figuren und die fröhliche Hintergrundmusik wird das Ganze zu einem sehr ansprechenden Spiel.

Hier geht's zur Download-Seite.

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Das Mastersystem

5. März 2009

Heute möchte ich eine weitere wichtige Merktechnik erklären, und zwar eine Technik, mit der man sich Zahlenfolgen merken kann.

Zahlen oder Telefonnummern präge ich mir mit Hilfe des Mastersystems ein. Im Mastersystem bekommt jede zweistellige Ziffernkombination ein Schlüsselwort zugewiesen, das man auswendig lernen muss. Damit einem die Schlüsselwörter leicht wieder einfallen, bekommt zunächst jede Ziffer einen Laut (Konsonanten) zugewiesen. Folgende Belegung der Ziffern wird häufig genutzt:

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
s,z,ß,ss t,d n m r l ch,sch g,k,ck f,w,v p,b

Die Schlüsselwörter sollten nun immer die jeweiligen Konsonanten in genau der Reihenfolge der Ziffern enthalten, während Vokale im Schlüsselwort ignoriert werden.

Beispiel:

Für 38 könnte man nun das Schlüsselwort Mafia oder Möwe nutzen.

Für die 82 kämen Fön oder Wanne in Frage.

Eine Tabelle mit Vorschlägen für Schlüsselwörter gibt es hier.

Von jedem Schlüsselwort versucht man sich nun ein einprägsames Bild zu schaffen. Die Bilder sollten möglichst viele Sinne ansprechen, denn dadurch wird es leichter, sich wieder daran zu erinnern. Bei der Erstellung dieser Bilder sollte man sich ruhig Zeit lassen und ein wenig herumprobieren, sodass man möglichst Bilder hat, die einem sehr leicht einfallen. Falls man zu einem Schlüsselwort kein gutes Bild findet, sollte man ein anderes Schlüsselwort ausprobieren.

Beispiel:

Für die 38, das Schlüsselwort Mafia, stellt man sich einen italienischen Mafia-Boss im schwarzen Anzug vor, der seine Zigarre raucht und mit krächzender Stimme sagt: "Ich werde Dir ein Angebot machen, das Du nicht ablehnen kannst!"

Die Bilder sollte man in der Anfangszeit täglich wiederholen und sich immer möglichst alle Sinneseindrücke klar machen, die das Bild enthält. Nach kurzer Zeit sollten die Bilder dann so sicher sein, dass man sie nur noch aneinanderreihen muss, um sich eine Telefonnummer zu merken. Die Bilder sollten möglichst auf seltsame oder auffällige Art miteinander verbunden werden, denn je auffälliger ein Bild ist, desto leichter lässt es sich merken.

Beispiel:

Peter hat die Telefonnummer 384458. Diese könnte man sich z.B. so merken:

Peter sitzt mit dem erwähnten Mafia-Boss (38) zusammen in seinem Wohnzimmer und sie gucken im Fernsehen einen Horrorfilm (44). Als wäre das nicht schon furcheinflößend genug, werden sie plötzlich dadurch überrascht, dass sich der Fernseher in Lava (58) auflöst. Die Lava brennt sich durch den Fernsehtisch bis auf den Boden und hinterlässt dort ein großes Brandloch.

Die durch die Bilder entstandene Situation lässt sich nun also viel leichter merken als die Zahl selbst und wenn man die Situation innerhalb der ersten Tage ein paar mal im Kopf wiederholt, dann bleibt die Information sehr lange im Kopf. Außerdem tragen auch die Wiederholungen beim Abrufen der Information dazu bei.

Das Mastersystem lässt sich wunderbar mit der Routenmethode verbinden, welche ich bereits hier vorgestellt habe. Durch die Kombination dieser beiden Techniken kann man sich lange Zahlenfolgen von tausenden von Ziffern einprägen.

Die Loci-Methode

3. März 2009

Um die neue Kategorie mal ein wenig mit Inhalt zu füllen, möchte ich nun einige Merktechniken vorstellen. Ich beginne mit der Loci- oder auch Routenmethode. Sie ist eine der grundlegendsten und wichtigsten Techniken zum Merken von Informationen.

Zur Vorbereitung muss man sich zunächst eine Route anlegen. Das bedeutet, dass man an einem bekannten Ort einzelne Objekte oder Punkte festlegt. Zum Beispiel kann man eine Route im eingenen Zimmer anlegen oder eine Route auf dem Arbeitsweg.

Beispiel für eine Route:

1. Kleiderschrank
2. Mülleimer
3. Schreibtisch
4. ...

Sobald man sich eine Route angelegt hat und sich die einzelnen Punkte verinnerlicht hat, kann es auch schon losgehen. Nun wird die Route mit Informationen belegt: Man verbindet jede zu merkende Information gedanklich mit einem Routenpunkt. Dabei sollte man versuchen, ein möglichst auffälliges Bild im Kopf zu erzeugen, dass die verschiedenen Sinne anspricht, denn je auffälliger diese Bilder werden, desto leichter fällt später das Erinnern.

Beispiel:

Man möchte sich eine Einkaufsliste merken:

1. Der Kleiderschrank geht nicht meht zu, weil er voller Butter ist. Sogar die Griffe der Tür sind mit Butter beschmiert und ganz fettig.
2. Aus dem Mülleimer stinkt es ganz besonders, weil ein großer Laib Käse darin liegt.
3. Irgendein Idiot hat ein Glas Milch auf dem Schreibtisch umgekippt, sodass das ganze erst einmal aufgewischt werden muss.
4. ...

    Sobald man die Bilder erstellt hat, sind die Informationen auch schon gespeichert und man vergisst sie erstmal nicht mehr. Wiederholt man das gespeicherte Wissen nun von Zeit zu Zeit, dann kann dauerhaftes Allgemeinwissen auf der Route gespeichert werden. Einige Routen sollte man sich jedoch immer für temporäres Wissen bereit halten. Auf dieses Routen wiederholt man das Wissen nicht, sondern nutzt es nur einmal (wie bei der Einkaufsliste) und vergisst es danach wieder, um neues Wissen dort zu speichern.

    Ein großer Vorteil der Loci-Methode besteht darin, dass durch die Routenpunkte gleich eine Reihenfolge festgelegt wird. Falls man sich Dinge merkt, bei denen die Reihenfolge wichtig ist, ist die Routemethode also besonders gut geeignet. Für das Spiel "Ich packe meinen Koffer..." ist die Routenmethode also wie geschaffen.

    Mit der Zeit kann man sich immer mehr Routen anlegen, die man ganz nach seinen Wünschen belegen kann.

    Also dann, viel Spaß beim Merken!

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