Projektionen

10. Februar 2009

Eine Projektion wird häufig bei Multis eingesetzt, um den Geocacher zur nächsten Station zu führen. Man erhält dabei nicht wie üblich Koordinaten, die einfach in das Gerät eingegeben werden können, sondern nur eine Richtung und eine Entfernung. Das sieht dann z.B. so aus: "Gehe 339 Meter in 137° TN!"

Wenn man nun ein GPS-Gerät besitzt, das Wegpunkte projizieren kann, dann ist das natürlich kein Problem, aber nicht alle Geräte sind dazu in der Lage. Darunter befindet sich auch das "ideale Einsteigergerät zum Geocaching", welches nur in 100-Meter-Schritten projizieren kann.

Da man jedoch an Projektionen letztendlich wohl nicht vorbeikommt, habe ich mir einen anderen Weg überlegt (ok, ich geb's ja zu, es ist ein Dreisatz), für den man nur in 100-Meter-Schritten projizieren muss:

1. Ich runde die Meterzahl zunächst auf den nächsthöheren Hunderter auf und projiziere mit dem Gerät in diese Entfernung und in die gegebene Richtung.
2. Ich berechne die Differenz zwischen den neuen Koordinaten und den Ausgangskoordinaten, indem ich die alten von den neuen subtrahiere.
3. Das Ergebnis multipliziere ich mit der korrekten Entfernung und dividiere es durch die am Anfang verwendete Entfernung.
4. Die Ergebnisse addiere ich zu den Ausgangskoordinaten.

Mit dieser Methode sind die errechneten Koordinaten ziemlich genau: Die höchste Abweichung, die bei mir bisher vorgekommen ist, beträgt eine tausendstel Minute, was hier ungefähr 2 Metern entspricht. Allerdings ist diese Rechnerei schon ziemlich nervig und zudem ist sie oft auch überflüssig, da genauso gut Koordinaten gegeben werden könnten.

Noch schlimmer ist dann natürlich, wenn die Koordinaten der aktuellen Station nicht bekannt sind (oder sie durch eine Projektion errechnet wurden), sodass man diese zuerst messen muss, was zu mehr Ungenauigkeit insgesamt führt.

Schreibe einen Kommentar: