Experiment: 28-Stunden-Tag (Teil 2)

27. Februar 2013

So, nun sind 13 Tage um und ich ziehe mal eine Bilanz:

Die durchschnittliche Schlafzeit waren bisher 9 h pro Schlaf, also 7:40 h pro Tag. Ich war also tatsächlich im Schnitt länger wach als normalerweise. Allerdings glaube ich nicht unbedingt, dass es ein Zeitgewinn war, denn letzten Sonntag war ich sehr müde und es war anstrengend, mich bis nachmittags wach zu halten. Und Zeit, die man nur damit verbringt, sich wachzuhalten, ist letztendlich nicht sinnvoll nutzbar. Sonntag war auch einer der ungewöhnlichsten Tage von den Aufstehzeiten her, ich bin nämlich am Samstag um 21 Uhr aufgestanden und war am Sonntag Morgen schon total müde.

Ansonsten ist es mir jedoch immer sehr leicht gefallen, die 4 Stunden länger wach zu bleiben. Besonders Dienstag und Mittwoch war es extrem einfach, da diese Tag ja relativ normal von den Aufstehzeiten her sind. An den beiden Dienstagen bin ich jeweils zwischen 5 und 6 Uhr morgens aufgestanden und erst nach 3 Uhr ins Bett gegangen. Allerdings ist es mir dienstags auch immer am schwersten gefallen, zu dieser frühen Zeit aufzustehen.

Wenn ich zu normalen Zeiten geschlafen habe, dann immer recht lange. An den Tagen, an denen ich tagsüber geschlafen habe und dann nachmittags oder abends aufgestanden bin, habe ich eher kurz geschlafen und bin auch öfter mal zwischendurch aufgewacht.

Anhand dieser Beobachtungen stelle ich mal folgende Vermutungen auf:

  • Eine Eule hat nicht unbedingt einen längeren Tagesrythmus, wie etwa 28 Stunden; wenn überhaupt, dann 25 oder 26 Stunden. Durch das Tageslicht wird man aber täglich auf den 24-Stunden-Tag kalibriert.
  • Vor allem liegt bei Eulen die natürliche Zu-Bett-Geh-Zeit später als bei Lerchen, sie ist quasi nur weiter nach hinten geschoben. An mehr oder weniger normalen Tagen kam es mir immer am natürlichsten vor, um 3 ins Bett zu gehen, egal ob ich um 5 oder um 12 aufgestanden bin. Genauso die Aufstehzeiten: Selbst bei gleicher vorangegangener Schlafdauer ist es mir stets leichter gefallen mittags oder gar nachmittags aufzustehen, als um 5 oder 6 Uhr morgens.

Ich bin mir jetzt gerade sehr unschlüssig, ob ich diesen Rythmus noch eine weitere Woche probieren soll. Schließlich habe ich nächsten Montag einen Termin früh morgens, der zwar gut in den 28-Stunden-Rythmus, aber weniger gut in den normalen Rythmus passt.

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