Radtour nach Lauenburg

2. April 2009

Gestern war ein richtig schöner Tag zum Cachen, da das Wetter einfach herrlich war und im Norden noch eine Menge Caches warteten. Diese Gelegenheit haben k4r573n und ich genutzt und eine ausgedehnte Radtour zu machen. Es ging von Brietlingen über Lüdershausen durch die Felder nach Artlenburg, dann nach Lauenburg und am Elbeseitenkanal zurück.

Das Ergebnis kann sich sogar sehen lassen: 54,7 Kilometer in 9 Stunden, 18 von 19 Caches gefunden.

Um die Eindrücke festzuhalten, habe ich viele Fotos für meine Geocaching-Galerie gemacht.

Ostoroschno! Wojennyi raiyon

21. März 2009

Okay, ich wage es nun endlich mal diesem außergewöhnlichen Cache einen Beitrag zu schreiben.

"Ostoroschno! Wojennyi raiyon" (GC18648) war ein sehr aufwändig gestalteter und einfallsreicher Nachtcache auf dem Gebiet einem Bunkergelände südlich von Schwerin. Der Cache wurde mittlerweile leider archiviert, doch dazu später mehr.

Obwohl ich in dieser Zeit nicht besonders aktiv beim Geocaching war, entdeckte ich Anfang 2008 irgendwie das Listing des Caches. Der Text, die Bilder und vor allem die überschwänglichen Lobe von restlos begeisterten Geocachern in den Logeinträgen machten mich sehr neugierig, denn in einem solchen Ausmaß hatte ich so etwas noch nie vorher gesehen. Mir offenbarten sich ganz neue Dimensionen des Geocachings, denn ich hatte vorher nie überlegt, wie interessant und aufregend das simple Prinzip des Geocachings verarbeitet werden kann. Ich setzte mir diesen Cache als Ziel, ich wollte ihn irgendwann in ferner Zukunft mal machen.

Als ich im Internet noch ein wenig weiter recherchierte, stieß ich auf die Dosenfischer und auf ihren Spezialpodcast, welcher bei der Suche des Caches entstand. Sie beschreiben ihn als "Collage ohne stringente Handlung" und ich persönlich finde ihn äußerst gelungen. Dieser Podcast bringt wirklich viel Atmospäre rüber, was mich wiederum sehr begeisterte. Ich kann ihn nur empfehlen! Ab diesem Zeitpunkt war ich infiziert: Ich musste diesen Cache einfach irgendwann erleben, komme was wolle!

Das Jahr verging und ich beobachtete den Cache immer weiter. Die Logs ließen meine Vorfreude immer weiter wachsen, denn jedes einzelne lobte den Cache über alle Grenzen hinaus. Er wurde immer wieder als Referenzklasse, nicht zu toppen und bester Cache überhaupt bezeichnet. Besonders hervorgehoben wurde auch immer wieder der Ideenreichtum in der Art der Stationen, sowie die aufregende Atmosphäre des Geländes bei Nacht. Aus einigen Logeinträgen las ich heraus, dass der Owner, ArDo, immensen Wartungsaufwand an einigen Stationen hatte und wegen Reparaturarbeiten war der Cache dann auch manchmal nicht verfügbar. Ich reagierte darauf zunächst gelassen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass so ein Cache einfach archiviert wird. Ich sagte mir immer wieder, dass der Cache ja nicht wegläuft und außerdem hielt ich mich als Geocacher noch für zu unerfahren, um einen solchen Cache anzugehen.

Dass ich mit meiner Vermutung unrecht hatte, merkte ich am 27. Dezember 2008. Der Cache wurde aus heiterem Himmel archiviert. Der Grund dafür war jedoch nicht der enorme Wartungsaufwand, sondern das Fehlen eines ca. 20 Meter hohen Turmes, welcher fester Bestandteil der vorletzten Station war. Dieser wurde wohl von Stahldieben mitgenommen und somit fehlte das Highlight, der krönende Abschluss des Caches.

Nun war der Cache zwar archiviert, aber mit dem Abbau ließ sich der Owner glücklicherweise noch 10 Tage Zeit - Zeit, die 25 glückliche Geocacher(-Teams) nutzten, um diesen sagenhaften Cache auf den letzten Drücker noch anzugehen. Darunter waren auch k4r573n und ich. Wir planten kurzerhand die Reise nach Schwerin, nahmen drei Gastcacher (André, Patrick und DaChwa) mit und waren am 3.1.2009 pünktlich zum Sonnenuntergang um 16:15 an den Parkkoordinaten.

Dort standen bereits zwei oder drei andere Autos und ein Gleichgesinnter kam uns entgegen und gab uns noch ein paar motivierende Worte mit auf den Weg... Dann waren wir auf uns allein gestellt. Wir folgten den Anweisungen in der Beschreibung und begaben uns zur ersten von zwölf Stationen. Patrick entdeckte nach einer viertelstündigen Suche mit seiner Maglite den ersten Reflektor und uns wurde klar, dass man hier wohl richtig starke Taschenlampen braucht.

Die zweite Station bereitete uns dann etwas größere Probleme, wir suchten hier eine knappe Stunde - systematisch und unsystematisch, an den Koordinaten und in der Ferne, aber immer erfolglos - nach dem Reflektor. Auch unser Telefonjoker hatte gerade diese Station nicht mehr so präsent, sodass wir hier schon kurz vor der Verzweiflung standen. Ich fing schon an, mir Sorgen zu machen, dass wir an der zweiten Station abbrechen müssten. Glücklicherweise näherte sich ein zweites Cacherteam und fand den Reflektor quasi im vorbeigehen. Wir sind uns eigentlich sicher, dass der Reflektor vorher gar nicht da war... aber egal, gefunden ist gefunden. ;)

Nach diesem etwas holprigen Start kamen wir mit den darauffolgenden Stationen etwas besser zurecht. Die vierte Station beispielsweise war einfach nur genial konzipiert: Der Reflektor inklusive Hinweis hing ganz offen sichtbar an einem Mast in ein paar Metern Höhe. Hier wurde unser Team vor ein Rätsel gestellt und es war zunächst ein Brainstorming erforderlich, in welchem die verschiedensten Lösungsansätze produziert, diskutiert und ausprobiert wurden. Nach und nach schlossen wir also wie Sherlock Holmes alle Möglichkeiten aus, bis nur noch eine übrig war: Es muss eine Kurbel geben, um den Hinweis herunterzukurbeln. Diese letzte Möglichkeit stellte sich dann tatsächlich als richtig heraus. Während der Suche nach einem geeigneten Hilfsmittel entdeckten wir sogar die nächste Station, allerdings fanden wir den Hinweis erst, als nachdem wir die vierte Station gelöst hatten.

Die sechste Station beschäftigte uns wieder etwas längere Zeit: Der Reflektor war schon halb zugeschneit, sodass wir ihn nach zwanzig Minuten Suche mit viel Glück und eher zufällig entdeckten. Zudem hatte es die Station dann auch nochmal richtig in sich: Nicht weit vom Reflektor befand sich eine kleine Grube, in der man wohl früher Panzer repariert hatte. Zunächst fanden wir dort nichts Auffälliges und waren uns auch nicht sicher, ob die Grube überhaupt der richtige Ort ist. Doch dann entdeckten wir einen Zettel unter einem Stein. Er wurde von Geocachern geschrieben, die an dieser Station fast aufgegeben hätten, erst der Telefonjoker hätte sie weitergebracht. Der Zettel veranlasste uns, die Grube noch einmal genauer zu untersuchen, doch an dem einzig sinnvollen Ort für ein Versteck entdeckten wir einfach nichts. Auch nicht auf den zweiten Blick. Beim dritten Blick hingegen schaute ich noch genauer hin als vorher und identifizierte den Hinweis als solchen. Allerdings war er auch nur schwer erkennbar, sodass jeder einmal in die Grube kroch und ihn laut vorlas. Wir entschieden uns dann für die häufigste Variante und machten uns auf den Weg zur siebten Station.

rect33681Ich kann mich noch gut an den Moment erinnern, in dem wir den Reflektor der siebten Station entdeckten. Er befand sich an einem Luftschacht von einem Bunker und war von den Koordinaten aus genau durch die Stützen eines anderen Luftschachtes zu sehen. Wunderschön gemacht! Aber eine Bild sagt mehr als tausend Worte, daher habe ich hier eine kleine Skizze erstellt.

Ab der siebten Station stieg dann auch der Spiel- und Spaßfaktor des Caches. Es kam nämlich das absolut witzige und fiese Angelspiel. An der achten Station, die übrigens mein Favorit ist, erwartete uns ein Bunker voller Pfeile an den Wänden, welche erst durch das Beleuchten mit der gut versteckten UV-Lampe zum Vorschein kamen. Der Hinweis war dort auch wieder sehr gemein versteckt. In dem Bunker legten wir dann auch noch eine Pause ein und stärkten uns mit heißem Kakao und Brötchen, evor es zur Station Nr. 9 ging. Dort gab es dann noch das Such-den Kuckuck-Spiel, welches auch ziemlich witzig war und offenbar führer mal deutlich anstregender gewesen sein soll. Bei uns war der Kuckuck nämlich sehr leicht zu erreichen, ohne dass man auf die Zwischendecke des Bunkers kriechen musste.

Die zehnte Station war dann wieder körperlich anspruchsvoller, denn man musste an einem Pfahl hochklettern, der nicht besonders viel Halt bot. Als wir vor Ort waren, hatte ihn leider bereits ein Team weiter unten angebracht, sodass für uns die Anforderungen etwas niedriger waren. Die elfte Station war mehr oder weniger normal und leitete nur zum grandiosen (Vor-)Finale über.

Diese Station war das absolute Highlight des Caches gewesen und ihr Fehlen Grund für die Archivierung. Die Protagonisten dieser Station waren ein Sicherungskasten, einige Sicherungen, ein Kopfhörer, ein Laser-Pointer und drei Türme von ca. 20 Metern Höhe. Wir holten hier das Team wieder ein, welches uns an der zweiten Station überholt hatte und nun noch mit dieser Station beschäftigt war. Leider war die Station in ihrem Zustand kaum noch lösbar, als wir dort waren, was uns das Team freundlicherweise auch mitteilte, zusammen mit den Final-Koordinaten. Eine genauere Beschreibung von dieser und auch allen anderen Stationen findet ihr übrigens in diesem sehr empfehlenswerten Artikel bei den Dosenfischern.

Wir gaben trotzdem noch unser Bestes, um die Station nachzuvollziehen und begaben uns danach zum Final, welcher ganz unspektakulär in einem großen Reifen im Wald lag. Daneben stand eine Grabkerze, welche sogar noch brannte. Eine sehr schöne Geste!

Ich möchte zusammenfassend nur sagen, dass meine wirklich sehr hohen Erwartungen an diesen Cache noch weit übertroffen wurden.

Was diesen Cache so besonders macht, kann ich gar nicht genau sagen. Sehr dazu beigetragen haben bestimmt die an Einfallsreichtum und Kreativität unübertroffenen und perfekt umgesetzten Stationen, die aufgrund ihrer Komplexität und körperlichen sowie geistigen Anforderungen häufig gutes Teamwork erforderten, um sie zu lösen. Doch auch der einzigartige Ort und die Atmosphäre, die dieser Ort bei Nacht besitzt haben bestimmt viel dazu beigetragen. Dazu kommen einfach noch ganz viele Kleinigkeiten, die man erlebt haben muss, um sie zu verstehen. Dieser Cache hatte einfach rundum ein stimmiges Gesamtkonzept, das mir volle acht Stunden einen Heidenspaß gebracht hat!

Ach wie schön, dass es Geocaching gibt! :)

Ein kleiner Spaziergang

20. März 2009

Gestern war das Wetter einfach zu schön, um nicht cachen zu gehen. Da ich leider weder Auto noch Fahrrad zur Verfügung hatte, ging ich kurz entschlossen zu Fuß zum nächsten Cache, welcher an einem Rechenwerk irgendwo hinter Handorf liegt. Dieser Cache war nicht gerade nah dran, sodass daraus ein Spaziergang von 13,2 Kilometern Länge wurde.

Aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel! Auch wenn mir danach die Füße weh taten, hat es sich auf jeden Fall gelohnt und als ich das Filmdöschen entdeckte, hatte ich das Gefühl, es mir hart erarbeitet zu haben.

Jetzt habe ich irgendwie Lust bekommen, mal die doppelte Strecke zu laufen.

Confluence-Hunting

9. März 2009

Ich bin jedoch vor kurzem mal auf diesen interessanten Artikel gestoßen, in dem es darum geht, dass jemand einen Konfluenzpunkt aufsucht. Konfluenzpunkte werden die Orte genannt, an denen sich ein ganzzahliger Längengrad und ein ganzzahliger Breitengrad schneiden. Das ganze hat mich schon sehr an Geocaching erinnert. Nur beim letzten Satz des Artikels musste ich lachen, wir Geocacher haben da dann doch irgendwie kultiviertere Rituale... :D

Ich schreibe natürlich nicht einfach nur so über das Thema, nein, ich habe es natürlich auch schon ausprobiert! Die sonntägliche Geocaching-Tour musste gestern einmal einer Confluence-Hunting-Tour weichen. Der nächste "richtige" Konfluenzpunkt ist allerdings über 40 Kilometer Luftlinie entfernt, daher habe ich mir die Regeln an meine Bedingungen angepasst, und zwar habe ich es mir erlaubt, Orte aufzusuchen, bei denen die Minuten ganzzahlig sind. Von diesen Orten habe ich gestern dann auf einer Fahrradtour 7 Stück angesteuert, von denen dann 6 auch erreichbar waren. Vor Ort habe ich dann in alle Richtungen Fotos gemacht, aus denen ich dann noch Panoramas erstellen werde (hat damit jemand Erfahrung?).

Die Tour hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Zwar findet man an dem jeweiligen Ort keine Dose und der Ort an sich ist meistens auch nicht so besonders interessant, aber man lernt auf dem Weg von einem zum anderen Punkt doch wieder etwas mehr von der unmittelbaren Umgebung kennen. Ich habe gestern einige neue Wege entdeckt und sogar ein verlassenes Gebäude, von dem ich vorher nichts wusste. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zum Geocaching besteht darin, dass die Koordinaten einfach zu merken sind und man kann das Confluenece-Hunting jederzeit und überall betreiben, auch wenn man nicht vorbereitet ist.

Eine sehr schöne und umfangreiche Seite zu dieser Freizeitbeschäftigung gibt es hier.

Icy Tower

8. März 2009

Wer sehr viel Zeit hat, so wie ich sie früher noch hatte, der sollte mal dieses Spiel mit extrem hohem Spaß- und Suchtfaktor ausprobieren.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich irgendwann doch davon trennen konnte. :)

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Q-POP

6. März 2009

qpop2Mal wieder ein witziges und uraltes Spiel, das mir noch von ganz früher bekannt ist. (Ich habe irgenwie das Gefühl, dass alle wirklich guten Spiele alt sind.) Ich habe mir dieses Spiel irgendwann mal gekauft, doch heute gibt es das Spiel kostenlos im Internet zum Download.

qpopart1Das Thema des rundenbasierten Spiels ist Evolution. Es geht darum, mit einer von sechs Arten auf einem fremden Planeten zu überleben. Dabei ist die Anpassung an die wechselnden Gegebenheiten die Hauptaufgabe. Das Klima ist ständig im Wandel, andere Arten vermehren sich und besetzen ihre ökologische Nische, verschiedene Katastrophen qpopart4beeinflussen die Entwicklung des Planeten und sorgen für einen abwechlungsreichen Spielverlauf. Wenn eine Art es nicht schafft, sich den Bedingungend anzupassen, so wird sie nach und nach ausselektiert, also ganz nach dem Darwinschen Prinzip.

Durch die im Comicstil gezeichneten Figuren und die fröhliche Hintergrundmusik wird das Ganze zu einem sehr ansprechenden Spiel.

Hier geht's zur Download-Seite.

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